Was politische Entscheidungen für unserer Höfe bedeuten.
Am 13. März 2026 versammelten sich Salzburgs Junglandwirt:innen und landwirtschaftlich begeisterte Landjugendmitglieder im Lagerhaus Technik Zentrum in Bergheim und informierten sich über brandaktuelle Themen in der Agrarpolitik. Zu Gast waren auch Landesrat Maximilian Aigner, Obmann der Bezirksbauernkammer Salzburg Michael Schmidhuber, Direktorin der LFS Klessheim DI Walburga Kaiser sowie Obmann des Raiffeisenverbands Erich Zauner. Im Fokus standen aktuelle, agrarpolitische Herausforderungen, mit denen die heimische Landwirtschaft konfrontiert ist – von Förderungen über europäische Abkommen bis hin zur bodennahen Gülleausbringung. Zusätzlich gab es einen Überblick über die Leistungen der Landwirtschaftskammer, von Service und Beratung bis hin zur Interessensvertretung. Zwei hochkarätige Referenten und eine hochkarätige Referentin beleuchteten zentrale Aspekte und zeigten auf, was die Land- & Forstwirtschaft in Zukunft erwartet.
Service, Beratung & Vertretung
Ing. Reinhard Kreiseder, Bezirkssekretär und Leiter der Bezirksbauernkammer Salzburg, eröffnete den Nachmittag mit einem Vortrag über die Leistungen der Landwirtschafts- & Bezirksbauernkammern. Ein praxisnaher Überblick über das Aufgabenprofil dieser Einrichtungen zeigt, wie Service, Beratung und Interessenvertretung die Salzburger Landwirtschaft unterstützt. Spannende Informationen über die Geschichte und Entstehung der bäuerlichen Vertretung sowie die aktuellen Themen, die derzeit auf der Tagesordnung stehen, prägten den Vortrag.
Europäische Entscheidungen, regionale Auswirkungen
Die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2028, ein Thema, dass oft zu hitzigen Diskussionen führt. DI Michael Nothnagel von der Landwirtschaftskammer Österreich beschrieb in seinem Vortrag sachlich und verständlich die aktuellen Diskussionen rund um Förderung und Finanzierung der europäischen Landwirtschaft. Ein Schwerpunkt soll zukünftig weiterhin darauf liegen, junge Landwirte und Landwirtinnen zu fördern und den Anteil an unter 40-jährigen Betriebsführerinnen und Betriebsführern zu erhöhen.
Bodennahe Gülleausbringung
Die Grünlandexpertin Gabriele Hirsch gab einen praxisnahen Überblick über den aktuellen Stand zur Erreichung der in den NEC-Richtlinien festgelegten Ziele bis 2030 in Österreich und stellt die Vorteile der bodennahen Gülleausbringung im Vergleich zu herkömmlichen Ausbringungsmethoden vor. Darüber hinaus wurden die Vorteile der Gülleseparation erläutert. Zusätzlich veranschaulicht sie, wie Stickstoff optimal genutzt werden kann, damit man auch wirtschaftliche und pflanzenbauliche Vorteile daraus zieht.
Landesleiterin Sarah Nestler führte durchs Programm. Die Landjugend Salzburg zeigte sich mit dieser Veranstaltung einmal mehr als Plattform für Wissenstransfer, Dialog und Zukunftsthemen am Land. Ein großes Dankeschön gilt den Referenten und der Referentin, für ihre Zeit und ihre fachliche Expertise. Die Landjugend Salzburg durfte ihnen ein Genusskisterl zu Verfügung gestellt von „Salzburg schmeckt“ übergeben. Ein ebenso großer Dank gilt auch dem Lagerhaus Technik Zentrum Bergheim, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und technischen Ausstattung.