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Palmbuschen binden für den guten Zweck

 

Bereits zum 26. Mal veranstaltet die Landjugend Bezirk Flachgau in diesem Jahr die Palmbuschen-Aktion. Über 200 Landjugendmitglieder des Landjugendbezirkes Flachgaus trafen sich in den zwei Wochen vor dem Palmsonntag, um in insgesamt 900 ehrenamtlichen Arbeitsstunden mehr als 850 Palmbuschen vorzubereiten und zu binden. Am vergangenen Wochenende wurden die Buschen schließlich vor dem Heimatwerk Salzburg für den guten Zweck zum Verkauf angeboten.

 

 

Salzburg. Der Brauch des Palmsonntages geht bis ins 4. Jahrhundert zurück und ist ab dem 7. Jahrhundert nachweisbar. „Das Binden der Palmbuschen erinnert an den Einzug Jesus Christi nach Jerusalem. Demnach wurden ihm als Huldigung und Freude mit Palmzweigen zugejubelt und damit Ehrenteppiche gelegt“, erklären Bezirksleiterin Martina Gerstl und Bezirksobmann Markus Aigner. Der traditionelle Flachgauer Palmbuschen besteht aus sieben Bestandteilen: Palmkätzchen, Segenbaum, Zeder, Eibe, Buchs, Stechpalme, Wacholder und zusätzlich Weidenruten und Haselnussstecken. Dabei hat jeder der Bestandteile eine eigene Bedeutung und sollte helfen Unglück und Schaden abzuwehren. So ist zum Beispiel die Salweide, auch Palmkätzchen genannt, Sinnbild des Totenreiches. Die Stechpalme steht für die Fortsetzung des Lebens während des Winters. Der Segen, auch Segenbaum, ist ein Verwandter des Kranawittstrauchs. Er galt schon bei den Griechen und Römern als vorzügliches Reinigungsmittel und wurde als Weihrauchersatz verwendet.

 


 

Die Bestandteile werden von allen 21 Ortsgruppen gesammelt. Zusätzlich dazu wird der Palmbuschen noch mit bunten „Schoaten“ (grobe, längliche Holzspäne) und Palmbrezen geschmückt. Dabei wurde ebenfalls auf den karitativen Zweck und die Regionalität geachtet. Die „Schoaten“ wurden von der Lebenshilfe produziert und die Brezen gab es gesponsert von der Itzlinger Bäckerei. Der Palmbuschen ist in allen Regionen Salzburgs ein fixes Element der Osterzeit. Lediglich die Bestandteile, mit welchem der Palmbuschen gebunden wird, variieren von Bezirk zu Bezirk. Zahlreiche Palmbuschen werden außerdem von den BesucherInnen selbst gebunden und mit nach Hause genommen.

 

 

Der alljährliche Palmbuschenverkauf stand auch dieses Jahr wieder unter dem Motto: "Brauchtum für den guten Zweck", das heißt der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Palmbuschen wird gemeinnützig gespendet! „Heuer geht die Spende an eine Familie in Thalgau. Der kleine Gabriel war während der Schwangerschaft unterversorgt und erlitt bei der Geburt einen Schlaganfall. Die Familie wünscht sich einen Aufenthalt im Sterntalerhof. Die Landjugend hofft genug Spenden eingenommen zu haben, um den Betroffenen dies zu ermöglichen“, so die Bezirksleitung.

 



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