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Milchverarbeitungskurs – eine kuuhle Sache

 

Neben Speck selchen, Korbflechten und vielen anderen traditionellen und kreativen Kursen, ist im Jahresprogramm der Landjugend Salzburg auch ein Milchverarbeitungskurs zu finden. Am Mittwoch, den 24. Oktober und Donnerstag, den 8. November 2018 trafen sich dazu jeweils rund 15 Landjugendmitglieder. Durch die Referentinnen Heidi Huber, Bäuerin am Mühlhof in Bad Hofgastein und Barbara Mauser, Lehrerin an der LFS Bruck bekamen die TeilnehmerInnen einen Einblick in die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten der Milch.

 

Salzburg. Die Milchwirtschaft spielt in Salzburg eine große Rolle. Die saftigen Wiesen und Almen bieten dabei besonders gute Voraussetzungen für die Milchkühe und garantieren eine hervorragende Milchqualität. „Der Rohstoff Milch ist so vielfältig. Mit etwas Wissen und kleinen Tricks können zauberhafte Produkte erzeugt werden“, eröffnete die Referentin Heidi Huber den Milchverarbeitungskurs der Landjugend Bezirk Pongau-Tennengau.

 


 

Milch – ein unverzichtbares Lebensmittel seit über 7.500 Jahren

Gestartet wurde jeweils mit einer Einführung in die Geschichte der Milchverarbeitung. In Europa wird bereits seit mehr als 7.500 Jahren Milch getrunken. Das Besondere daran ist, dass sich der Mensch erst mit der Zeit angelernt hat, den Milchzucker (Laktose) verdauen zu können. Weiters wurde besprochen, was eigentlich alles aus dem Grundprodukt Milch gemacht werden kann.

 

 

Nach dem kurzen theoretischen Part starteten die TeilnehmerInnen in den Praxisteil. Grundlage für alle Produkte war Rohmilch, die dann je nach Bedarf pasteurisiert wurde. Möchte man z.B. Topfen herstellen, muss die Milch zunächst auf 22° C bis 26° C erwärmt werden. Zur warmen Milch werden Milchsäurebakterien (Sauermilch) sowie das Lab (Enzym zum Dicken der Milch, ohne dass sie sauer wird) untergemengt. Nach einigen Stunden entstehen eine stichfeste Masse sowie die Molke. „Als nächsten Schritt müssen wir die Molke abschöpfen und die stichfeste Masse (Gallerte) in kleine Stücke schneiden. Die zerkleinerte Gallerte wird nun zum Abtropfen der restlichen Molke in ein Geschirrtuch gegeben. Über Nacht stehen lassen und fertig ist der Topfen“, betonten die Referentinnen die Einfachheit der Milchverarbeitung.

 

 

Neben dem Topfen wurden auch Butter, Joghurt und Frischkäse zubereitet und zu weiteren Köstlichkeiten wie Frischkäsekugeln im Gewürzmantel verarbeitet. „Es ist sehr spannend, wie vielfältig die Verarbeitungsmöglichkeiten der Milch sind. Wirklich interessant fand ich die Tatsache, dass die Handhabung so einfach ist und sich jeder zu Hause eine Vielzahl von Produkten selbst herstellen kann“, so Stefan Gruber, Bezirksbildungsreferent der Landjugend Bezirk Pinzgau.

Als Highlight des Kurses durfte eine kleine Verkostung zum Abschluss nicht fehlen. Auch durfte jede/r Produkte mit nach Hause nehmen.

 

 

Der Milchverarbeitungskurs ist einer von knapp 100 Kreativkursen der Landjugend Salzburg. In den nächsten Wochen beginnt die intensive Planung für das kommende Jahresprogramm. Neben dem gut etablierten Programm erwarten die Mitglieder und FunktionärInnen einige Neuerungen, auf die man gespannt sein darf.

 




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