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Damen-Heimsieg bei der Europameisterschaft im Handmähen

 

Gewetzte Sensen und Duelle um Hundertstelsekunden. Das war die Europameisterschaft im Handmähen von 14. – 15. August 2019 in St. Florian am Inn (Oberösterreich). Über 120 AthletInnnen aus zehn Nationen (Baskenland, Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Südtirol und Österreich) ließen die Sensen mit kraftvollen Schwüngen durch die Wiese gleiten und lieferten dabei wahre Spitzenleistungen. Elisabeth Schilcher von der Landjugend Köstendorf gelang dabei die Sensation und kürte sich zur Vize-Europameisterin 2019.

 

 

Titelverteidiger Österreich ging mit 23 Personen an den Start, darunter Europameisterin 2017 Elisabeth Schilcher (LJ Köstendorf), Franz Erbschwendtner (LJ St. Georgen) und Matthias Huber (LJ Michaelbeuern) aus Salzburg. Mit einer hervorragenden Zeit von 1:08 min holte sich die 28-jährige Flachgauerin den 2. Stockerplatz in der Damenwertung. Den Europameistertitel trat sie an die Oberösterreicherin Karin Kronberger ab. Sie überzeugte mit dem professionellsten Schnitt und einer Bestzeit von nur 55,57 sec. für eine Fläche von 35 m². Schnelligkeit, Technik und Sauberkeit der Mahd sind für den Sieg entscheidend. „Es war ein schwieriger Bewuchs zum Mähen, umso mehr freut es mich, dass ich nach dem Europameistertitel nochmal Vize-Europameisterin geworden bin. Das Gefühl, mit diesem Ergebnis und vor so vielen Nationen auf der Bühne zu stehen, ist unbeschreiblich“, erzählt Elisabeth Schilcher begeistert.

 

 

 


 

Bei den Herren stand diesmal Christian Irsara aus Südtirol ganz oben auf dem Podest, der 100 m² Wiese in einer Zeit von nur 2:20 min kürzte. Die Schweizerin Martina Marty (1:11 min) belegte den 3. Rang. Auch bei den Herren belegte mit Stefan Weberschläger (2:31,61 min) ein Österreicher den zweiten Platz vor Armin Betschart (2:31,71 min) aus der Schweiz. Der Salzburger Matthias Huber erreichte den hervorragenden 8. Platz und Franz Erbschwendtner belegte Rang 14. Nicht überraschend entschied Österreich die Teamwertung der Männer und Frauen für sich, wo die sportlichen Einzelleistungen zu den glanzvollen Ergebnissen führten. Insgesamt mähten alle TeilnehmerInnen zusammen eine Fläche von 1,5 ha allein mit Muskelkraft.

 

Landjugend Salzburg
Franz Erbschwendtner
Landjugend Salzburg
Matthias Huber

 

Handmähen als ein Stück Identität

„Dass der Wert des Handmähens weit über den sportlichen Wettkampf hinausgeht, wurde bei dieser Europameisterschaft in vielfacher Hinsicht bewiesen. Handmähen ist nicht nur ein Kulturerbe und bedeutet ökologische und schonende Landpflege, sondern schafft auch ein Stück Identität. Es ist ein Teil des bäuerlichen Lebens in Österreich und in ganz Europa“, ist Landesobmann Maximilian Brugger überzeugt. Die Europameisterschaft im Handmähen ist ein Event, das beeindruckende sportliche Leistungen mit ursprünglicher Tradition verbindet und sowohl für die Teilnehmer als auch für die Fans und Besucher gute Unterhaltung bietet. Für die passende Unterhaltung abseits der Mäh-Wettkämpfe sorgen ein buntes Rahmenprogramm mit einer Vielzahl von kulturellen Highlights.

 

Über die Europameisterschaft

Die Europameisterschaft Handmähen findet alle zwei Jahre in einem der sechs Ursprungsländer - Baskenland, Deutschland, Schweiz, Slowenien, Südtirol, und Österreich - statt. Das Wettbewerbsfeld für einen männlichen Teilnehmer beträgt 10 x 10 m und für die Damen 5 x 7 m. Die Landjugend kürt jedes Jahr die besten SensenmäherInnen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene. In Österreich qualifizieren sich die Bundessieger für die Teilnahme bei der Europameisterschaft.

 




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