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Feste feiern ohne Risiko

 

Veranstaltungsgesetz, Gemeinnützigkeit und Steuerrecht – das sind Themen die jedem Verein bekannt sind. Doch was ist dabei zu beachten? Was heißt das für die Landjugendarbeit? Am Dienstag, den 26. Februar 2019 trafen sich knapp 100 FunktionärInnen im Kongresshaus St. Johann und informierten sich zu allen Neuerungen im Steuer- & Veranstaltungsrecht. Infos aus erster Hand gab es von Steuerberater Martin Traintinger (LBG-Salzburg) und Geschäftsführer Reinhard Polsterer (Landjugend Niederösterreich).

 

Salzburg. „Ein Verein muss alle fünf Säulen im Überblick haben: das Veranstaltungsgesetz, die Gewerbeordnung, Steuer- und Verwaltungsregelungen sowie sozialversicherungstechnische Aspekte“, so Reinhard Polsterer, Geschäftsführer der Landjugend Niederösterreich. Die fünf Säulen unterscheiden sich teilweise voneinander und es reicht nicht, wenn das Steuerrecht beachtet wird, man jedoch gegen die Gewerbeordnung verstößt.

 

Die Zusammenhänge und die Regelungen wurden in zweieinhalb Stunden intensiven Input erklärt. Anhand praktischer Beispiele konnten an diesem Abend viele Unklarheiten aus dem Weg geräumt werden. Vor allem bei Jubiläumsfesten ist es besonders wichtig zu wissen, auf welche Regelungen in welcher Form geachtet werden muss.

 


 

„Wichtig ist für ehrenamtliche Vereine die Gemeinnützigkeit. Für dieses Wirken räumt der Staat Vorteile ein, die nur dann gelten, wenn der gemeinnützige Zweck auch tatsächlich gelebt wird“, so Martin Traintinger von der LBG-Salzburg. Als gemeinnützige Tätigkeit zählen in der Landjugend die außerschulische Aus- und Weiterbildung der Mitglieder und FunktionärInnen, der Kultur- und Brauchtumserhalt bei z.B. Aktionen wie Anglöckeln, kirchlichen Ausrückungen, Maibaumaufstellen, Erntekronebinden oder das Theaterspielen. Sportliche Aktivitäten für Mitglieder zählen ebenso dazu wie soziale Projekte und Aktionen für das Gemeinwohl im Ort. Über 11.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden steckten die Mitglieder der Landjugend Salzburg im vergangenen Jahr in die Projektarbeit. „Einnahmen aus Festen ermöglichen erst die Finanzierung des Programms. Solange dabei die verschiedenen Regelungen beachtet und umgesetzte werden, steht einer gelungenen Veranstaltung nichts im Weg“, so die beiden Referenten. Neben veranstaltungsrechtlichen Aspekten wurden auch die Haftung und Pflichten von Mitgliedern und FunktionärInnen durchgearbeitet und diskutiert. Die Landjugend Haftpflichtversicherung rundete am Ende die umfangreichen Inputs ab.

 


 

„Wir sehen den acht Ortsgruppen-Jubiläumsfesten in diesem Jahr mit großer Vorfreude entgegen. Die Ortsgruppen stecken in intensiven Vorbereitungsarbeiten und man spürt richtig, welches ehrenamtliche Engagement dabei an den Tag gelegt wird. Mit diesem Abend möchten wir den FunktionärInnen ein gutes Grundgerüst für die Planung ihrer Veranstaltungen mitgeben“, so Landesleiterin Johanna Schafflinger.

 


 

Einen Überblick über weitere Themen die bei der Organisation von Festen zu beachten sind, gibt Teil 2 des "Feste feiern ohne Risiko".

 

Anmeldung: Bei deiner Bildungsreferentin/ bei deinem Bidungsreferent

 


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