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Brennende Leidenschaft beim Schnapsbrennkurs der Landjugend

 

Am Samstag, den 6. Oktober 2018 trafen sich rund 15 interessierte Landjugendmitglieder, um sich gemeinsam von Anton Lackner in die Kunst des Schnapsbrennens einführen zu lassen. Unter dem Slogan „Altes Handwerk neu erleben“ startet das Bildungsprojekt in die bereits zweite Runde. Im Rahmen des Jahresschwerpunktthemas der Landjugend Salzburg „Vielfalt Regionalität – Salzburg & seine Qualität“ findet auch heuer wieder eine Workshopreihe statt, bei der ausgewählte ReferentInnen ihr Wissen über traditionelles Handwerk vermitteln.

 

Mit Motivation und Leidenschaft veredelt Referent Anton Lackner sein Obst zu delikaten Bränden. Der Referent stellt verschiedenste Schnäpse wie Vogelbeer-, Ringlotte-, Banane- und Feigenschnaps sowie auch Jin auf seinem Betrieb, dem Sulzaugut, her.

Der Schnapsbrenner erklärte die einzelnen Schritte vom Obst bis zum Edelbrand. Zuerst muss die Maische angesetzt werden. Die Maische besteht aus feinen Obststückchen und dem ausfließenden Most. Dieses Gemisch wird vergoren und danach gebrannt. Dabei wird dem gärenden Obst lauwarmes Wasser hinzugefügt. Im Verlauf der Gärung wird der Zucker immer weniger und der Alkoholgehalt in der Maische steigt. Durch die Messung des Zuckergehaltes konnten die TeilnehmerInnen den Gärverlauf bestimmen. „Arbeitsschritte oder Tätigkeiten die Außenstehenden wie Kleinigkeiten erscheinen, haben zum Teilen einen sehr großen Einfluss auf das Ergebnis. So ist es obligat, dass das Obst vor dem Einmaischen in einem sauberen Zustand ist und keine Fremdkörper, wie Schmutz oder Gras dabei sind. Ansonsten kann es zu ungewollten Geschmacksveränderungen im Endprodukt kommen“, weiß der Referent.

 


 

Generell wird  zwischen zwei verschiedenen Brennarten unterschieden, dem Zweifach-Brennen und dem Kolonnenbrennen. Beim Kolonnenbrennen wird ein Arbeitsschritt eingespart. „Nach dem Brennen kommt es häufig vor, dass der Alkoholgehalt höher als gewünscht ist. Deshalb muss durch Wasserzugabe der Edelbrand auf die gewünschte Trinkstärke eingestellt werden. Wichtig dabei ist die Wahl des Wassers. Destilliertes bzw. auch sehr weiches Wasser ist erforderlich. Ansonsten kann es passieren, dass der Geschmack des Edelbrands getrübt wird“, erklärt der Referent den TeilnehmerInnen. Ein eindeutiges Qualitätsmerkmal ist, dass die Spirituosen nicht durch Zuckerzugabe oder künstliche Aromen erzeugt werden. „Während des gesamten Kurses konnten wir viel selber ausprobieren. Dabei wurden wir auch auf die wichtigsten Fehler wie dem richtigen Abtrennen vom Vor- und Nachlauf aufmerksam gemacht“, so Valerie Wallner, Bezirksbildungsreferentin der Landjugend Bezirk Pongau-Tennengau.

Als Abschluss wurden die Produkte der Hofdestillerie Lackner verkostet und die ersten Schritte zum eigenen Edelbrand festgelegt.

 





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