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Gelebtes Brauchtum – Maibaumaufstellen in Salzburg

 

Am ersten und zweiten Maiwochenende werden traditionell die Maibäume in ganz Salzburg aufgestellt. Diese ehrenvolle Aufgabe wird flächendeckend von ehrenamtlichen Vereinen übernommen. Vielerorts zeigt sich die Landjugend für den Maibaum verantwortlich.

 

Die Geschichte des Maibaums geht lange in die Vergangenheit zurück. Historisch gesehen bedeutete früher das Aufstellen des Maibaums ein Betretungsverbot auf landwirtschaftliche Flächen. Ab diesen Zeitpunkt durfte das Wachstum auf Feldern und Wiesen nicht mehr gestört und die Flächen somit auch nicht mehr betreten werden.

 

Zu Beginn wird der Baum aus dem Wald des Maibaumspenders auserkoren und anschließend gefällt. Meist wird das Abschaben der Rinde, das sogenannte „Scheppsn“ direkt im Wald vorgenommen. Der Baum wird dann an eine meist geheim gehaltene Stätte gebracht, um das Holz glatt zu schleifen, den Kranz zu binden und rot-weiße Girlanden am Baumwipfel zu befestigen. Oftmals werden die Stämme mit kunstvollen Schnitzereien versehen oder fein säuberlich bemalt. Je nach regionalen Gepflogenheiten werden die Wappen der Gemeinde und des Vereines auf den Stamm angebracht.

 

Alljährlich stellt auch die Landjugend Hallwang den Maibaum in ihrer Heimatgemeinde auf. „Der Maibaum gehört bei uns fix zum Jahresprogramm“, so Ortsgruppenobmann der Landjugend Hallwang, Sebastian Wasenegger. Weiter im Gespräch: „Beim Aufstellen des diesjährigen Maibaumes mussten wir allerdings feststellen, dass der Wipfel des Baumes zu schwer ist und somit vom Maibaum abbrach. Da uns das Sicherheitsrisiko zu groß war, haben wir gemeinsam mit Maibaum-Moar Hans Wasenegger beschlossen, das Aufstellen abzubrechen“. Die Landjugend Hallwang stellte in dieser Situation ihre Lösungsorientierung unter Beweis: Der Maibaum wurde zersägt und die Baumteile unter Moderation von Bürgermeister Mag. Johannes Ebner versteigert. Der Erlös der Versteigerung in der Höhe von € 5.000,00 kommt der Salzburger Kinderkrebshilfe zugute.

 


 

Auch zahlreiche weitere Ortsgruppen hievten am gestrigen 1. Mai einen Maibaum in die Senkrechte. So auch die Landjugend Kuchl. Zahlreiche BesucherInnen folgten der Einladung der Ortsgruppe zum Bürgerausee in Kuchl, um den 37 m hohen Maibaum in die Höhe zu bringen. „Über 20 Personen haben zusammengeholfen, um den Maibaum per Hand aufzustellen. Es ist immer wieder schön mitanzusehen, was durch Gemeinschaft erreicht werden kann“, so Michaela Lindner, Ortsgruppenleiterin der Landjugend Kuchl.

 


 

„Die Freude am Brauchtumserhalt und vor allem den dadurch gelebten Brauchtum ist in allen 61 Landjugend-Ortsgruppen in Salzburg spürbar. Besonders beim Maibaumaufstellen ist die die Traditionserhaltung und die Freude an der gemeinsamen Arbeit merkbar“, so Landesleitung Karin Asen und Maximilian Brugger.

 


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