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Eine Krone als Symbol des Dankes

 

Von Anfang September bis Ende Oktober finden im Salzburger Land zahlreiche Erntedankfeste statt. In vielen Ortschaften wird die liebevolle Gestaltung der Erntekrone Jahr für Jahr von den Salzburger Landjugend-Ortsgruppen übernommen. Die Erntekrone symbolisiert den Dank für ein ertragreiches Erntejahr und wird im Rahmen einer Prozession durch den Ort getragen.

 

Salzburg. Die Erhaltung von Traditionen und Kultur ist den Salzburger Landjugend-Ortsgruppen in den einzelnen Gemeinden besonders wichtig. „Unsere Erntekrone wird mit Zweigen von Preiselbeersträuchern sowie regionalen Getreidesorten aus dem Lungau geschmückt. Dazu gehört Gerste, Hafer, Roggen und Weizen“, erzählt Ortsgruppenleiterin der Landjugend Zederhaus Petra Gruber. Die Erntekrone der Landjugend Zederhaus beinhaltet sechs Stränge. Die Preiselbeersträucher werden kurz vor dem Binden der Krone im Zederhauser Almgebiet gesammelt, Obst und Gemüse werden vom lokalen Nahversorger Bliem zur Verfügung gestellt.

 

Insgesamt 35 Stunden investieren die Mitglieder der Landjugend Zederhaus in die Gestaltung der Erntekrone. „Beim Gestalten der Erntekrone steht für mich die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit im Vordergrund. Erntedank hat im Ort einen sehr hohen Stellenwert und wir sind stolz, dieses Fest gestalten zu dürfen“, so Gruber.

 

Kurz vor der Prozession wird die Mitte der Erntekrone mit Gaben aus dem regionalen Ernteertrag geziert. Erntekrone und Erntegaben, Blumen und die Früchte des Gartens werden anschließend in einem Festzug bei der kirchlichen Prozession mitgeführt und gesegnet. Der Transport der Erntekrone erfolgt entweder auf einem Wagen, gezogen von Rössern aus der heimischen Bauernschaft, oder per Hand. Das Erntedankfest wird in vielen Gemeinden als Fest der Dorf- oder Pfarrgemeinschaft, das oft mit einem Kirtag, Bauernherbst oder mit einem Pfarrfest kombiniert, gefeiert.

 

 

 


 

Der festliche Anlass des Erntedankfestes lädt zum Nachdenken ein und soll auf die Achtsamkeit lenken, die Brot, Wasser, Früchte und Getreide verdienen. „Die Freude am Brauchtumserhalt und vor allem den dadurch gelebten Brauchtum ist in allen 61 Landjugend-Ortsgruppen in Salzburg spürbar. Besonders beim Erntedankfest ist die die Traditionserhaltung und die Freude an der gemeinsamen Arbeit merkbar“, so Landesleitung Johanna Schafflinger und Maximilian Brugger.

 


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