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Mit dem richtigen Schnitt zu gesunden Obstbäumen

 

„Altes Handwerk neu erleben“ - unter diesem Slogan startet das Bildungsprojekt in die bereits zwei Runde. Im Rahmen des Jahresschwerpunktthemas der Landjugend Salzburg „Vielfalt Regionalität – Salzburg & seine Qualität“ wird auch heuer wieder eine Workshopreihe veranstaltet, bei welcher ausgewählte Referenten traditionelle Themen vermitteln. Ein besonders gut besuchter Kurs ist dabei der Obstbaumschnittkurs. Acht TeilnehmerInnen der Landjugend Bezirk Pinzgau trafen sich hierzu vergangenen Samstag, den 7. April 2018, um mit Baumwart Franz Breitfuß die wichtigsten Grundlagen des Baumschnittes zu erlernen.

 

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Baumschnitt? Wie werden frisch gesetzte und alte Bäume behandelt? Baumwart Franz Breitfuß vermittelte bei den landesweiten Obstbaumschnittkursen die Basics des Baumschnitts, Schnitttechniken und Wuchsgesetze.

„Franz hat uns zuerst über die Grundlagen des Obstbaues und des richtigen Schnittes informiert. Ein weiteres Thema war die Pflege und der Schnitt von Beerenobst. Hierbei bekamen wir viele praktische Tipps, z.B. dass man Johannisbeeren (Ribiseln) nicht zu seicht setzten soll, sondern ruhig etwas tiefer, damit sich die Pflanze wohlfühlt und viel Ertrag bei der Ernte bringt. Was ich besonders interessant fand war, dass wir gemeinsam einen neuen Baum eingesetzt und die ersten Schritte für einen optimalen Start gesetzt haben“, erzählt Caroline Langreiter, Agrarreferentin der Landjugend Bezirk Pinzgau.

 


 

 „Nicht jeder Baum ist gleich zu schneiden und für die verschiedenen Situationen und Jahreszeiten gibt es unterschiedlichste Schnitttechniken. Wenn der Baum wachsen soll, schneidet man ihn am besten im Frühjahr. Soll der Baum auslichten, ist im August die beste Zeit für den Schnitt“, führt Franz Breitfuß weiter aus. Der Baumwart erklärte, was zu beachten ist, damit ein frisch gepflanzter Baum auch die nächsten Jahre gut gedeiht, welche Fehler am häufigsten begangen werden und wie diese vermieden werden können.

 

 

Dann ging‘s auch schon ans Schneiden und Franz zeigte den TeilnehmerInnen anhand von jüngeren und älteren Bäumen, wie diese richtig korrigiert werden können. „Die Äste sollen in einer idealen Schräge zum Leitstamm wachsen, nicht zu flach und nicht zu steil und kürzer als der Leitstamm selbst sein“, erklärt der Referent. Zudem lernten die TeilnehmerInnen, wie zwischen einem fruchttragendem Zweig und veraltetem Holz unterschieden und wie dieses ausgelichtet werden können. Auch Verletzungen der Rinde können bei richtiger Behandlung über mehr oder weniger viele Jahre wieder gut ausheilen. „Mit sorgfältiger Pflege und dem richtigen Schnitt bleiben Obstbäume nicht nur gesund, sondern liefern Jahr für Jahr eine reiche Ernte“, so der Baumwart. Bei gemütlichem Ausklang wurde noch allerhand über die verschiedenen Ausführungen diskutiert.

 

Für nähere Informationen zu den nächsten Workshops, Datum und Ort stehen die Bezirksbildungs- und Agrarreferenten zur Verfügung. Alle Daten und Kursorte sind auch auf www.sbglandjugend.at zusammengefasst.

 



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