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Imkereiworkshop der Landjugend Bezirk Pinzgau

 

Am Samstag, den 11. Mai 2019 haben sich 20 interessierte Jugendliche der Landjugend Bezirk Pinzgau auf den Weg nach St. Georgen/Pzg. gemacht. Ziel waren die Bienenstöcke des Sunnseitimkers Franz Eder.

St. Georgen/Pzg. Der als Sunnseitimker bekannte Franz Eder, beschäftigt sich schon seit rund 40 Jahren mit Bienen. Er besitzt 40 Stöcke mit Carnica Bienen, aufgeteilt auf drei Standorte. Sein Wissen gibt er im Unterricht an der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck weiter sowie bei verschiedenen Kursen. Da der Trend zur Haltung von Bienen derzeit ein Hoch erlebt, hat sich auch die Landjugend Bezirk Pinzgau für einen Kurs entschieden. Der Einladung sind zahlreiche Mitglieder gefolgt. „Ich habe erst vor kurzem mit dem Imkern begonnen und habe bereits ein paar Bienenstöcke. Von erfahrenen Imkern wie Franz Eder kann man einiges lernen und sich viele Tipps und Tricks holen“, erzählt Landesobmann-Stv. und begeisterter Imker Michael Egger.

Um einen Bienenstock optimal versorgen zu können ist es wichtig, die grundlegenden Abläufe zu verstehen.  Das Bienenvolk unterliegt einem ständigen Wandel. Eine Sommer-Arbeitsbiene erreicht durchschnittlich ein Alter von 35 Tagen. In den „Hauptarbeitszeiten“, im Sommer, tummeln sich  ca. 40.000 Bienen in einem Stock. Die Arbeiterinnen die im Bienenstock überwintern, leben dagegen um einiges länger. Sie werden erst im Spätsommer geboren und überwintern bis ins Frühjahr. Zu dieser Zeit ist es im Bienenstock mit nur rund 8.000 Bienen verhältnismäßig ruhig. Das Volk ist in dieser Jahreszeit anzahlmäßig am schwächsten.

Eine zentrale Frage, die die Teilnehmer beschäftigte war, wie viel der heurige Winter den Bienen abverlangt hat. „Die Bienen haben den strengen Winter heuer  überraschend gut überstanden. Sie haben nur sehr wenig vom angebotenen Futter gebraucht. Ein langer schöner Herbst und genügend selbstgesammelten Honig der ihnen zur Verfügung steht hat die Bienen unterstützt“, erklärt Eder. Auch die Veredelungen des „Sunnseitimkers“ wurden unter die Lupe genommen. Das vielfältige Sortiment lässt keine Wünsche offen. Diverse  Honigsorten wie der bekannte Waldhonig oder Cremehonig sind neben speziellen Variationen mit Haselnüssen, Aroniaberen oder Salbei zu finden. Auch verschiedene Metsorten, Lippenpflege, Bienenwachswickel und Propolistropfen werden aus den Urprodukten der Bienen hergestellt.

Ein besonderer Tipp vom Fachmann gegen Bienenstiche: Nie den Stachel gerade aus der Haut ziehen. Besser mit dem Fingernagel zur Seite „wischen“. So gelangt viel weniger Bienengift in die Wunde und es schwillt nicht so sehr an.

 



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