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Feldfutter – stark in Qualität und Ertrag

 

Verbesserungsmaßnahmen im Feldfutteranbau und Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft – das waren die großen Themen beim erfolgreichen zweiten Grünlandabend des Maschinenring Salzburg am Mittwoch, den 4. September in Radstadt. Unter die rund 100 Teilnehmer mischten sich auch zahlreiche Landjugendmitglieder.

 

 

Radstadt. Der Maschinenring-Grünlandabend im Pongau zeigte, dass auch in höheren Lagen eine intensive Bewirtschaftung im Grünland gut funktioniert. Am Betrieb von Familie Andreas und Maria Haym, Untersulzberghof in Radstadt, konnten die Anwesenden den gelungenen 3. Aufwuchs einer Gras-Rotkleemischung bestaunen. Dazu gab es fachlichen Input von den Referenten des Maschinenring, der Landwirtschaftskammer Salzburg und DI Reinhard Resch, Pflanzenbauexperte an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Der Experte zeigte den Teilnehmern unter anderem, wie eine erfolgreiche Bestimmung des aktuellen Ertragsgewichtes gemacht wird. Dazu wird ein Quadratmeter großer Metallrahmen auf die Wiese gelegt und alles innerhalb abgemäht. Anschließend wird der Schnitt in einen Sack gegeben und abgewogen. „Dieses Gewicht ist theoretisch auf der Fläche vorhanden. Davon müssen noch ein Ernteverluste abgezogen werden“, erklärt der Referent. Wichtig sei es zu wissen, welche aktuelle Situation am Feld vorherrscht und welches Ziel zukünftig erreicht werden soll. Dann erst können die weiteren Schritte gesetzt werden. Zu empfehlen ist hierbei, dass in regelmäßigen Abständen eine Bodenprobe gemacht wird. Dabei wird der pH-Wert und die Phosphor-, Kali- und Magnesiumversorgung im Boden ermittelt.

 


 

Der Klimawandel – ein umstrittenes und hochaktuelles Thema, das auch vor der Landwirtschaft nicht Halt macht. Die Veränderung des Klimas wirkt sich besonders auf die Bedingungen in der Landwirtschaft aus. Deshalb setzen immer mehr Landwirte ihren Fokus auf die Verbesserung der Sortenzusammenstellung. Verschiedene Gräsersorten wie Rotschwingel und Knaulgras zum Beispiel gelten als hitzeverträglich. Während die heißen Temperaturen Gräsern mit weniger tiefen Wurzeln sehr zusetzen kann und mit hohen Ernteverlusten zur rechnen ist. Aber nicht nur die Sorten im Bestand tragen zu guten Erträgen bei. Auch die Bewirtschaftung spielt dabei eine bedeutende Rolle. Eine Maschinenvorführung des Maschinenring zeigte die unterschiedlichen Möglichkeiten.

Neben den technischen Aspekten bei einem Grünlandumbruch bzw. einer Neuanlage dürfen die rechtlichen Aspekte nicht außer Acht gelassen werden. Dazu konnte Harald Thurner, Invekos Berater der BBK St. Johann, Aufschlüsse geben.

Ein Problem, das heuer in fast allen Gauen zu Herausforderungen führte, wurde von DI Elisabeth Neudorfer, Expertin für Schädlinge im Grünland der LWK Salzburg, erörtert. Die Larven des Mai- und Junikäfers sowie  des Gartenlaubkäfers verursachten viele Schäden. „Auch bei wenigen Larven pro m² sollte man reagieren. Nach der Bestimmung der Art kann die weitere Vorgehensweise getroffen werden“, so die Expertin.

 

„Die Grünlandbewirtschaftung steht immer wieder vor neuen pflanzenbaulichen Herausforderungen. Klimafitte Nachsaaten mit der richtigen Sortenauswahl und die Schädlingsbekämpfung sind Themen, denen wir uns in der Salzburger Landwirtschaft in der Zukunft vermehrt stellen müssen“, so die Agrarbereichsleiterin des Maschinenring Salzburg Elisabeth Neureiter.

 



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