LJ Bogen

News

Salzburg erleben – Auf den Spuren des Salzburger Advents

 

Rund 10 Landjugendmitglieder trafen sich am 30. November 2018, um gemeinsam im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vielfalt Regionalität – Salzburg erleben“ die vorweihnachtliche Stadt Salzburg genauer unter die Lupe zu nehmen. Michaela Muhr, staatlich geprüfte Fremdenführerin, nahm die TeilnehmerInnen mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des weltberühmten Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“.

 

200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht! nahm die Landjugend Salzburg zum Anlass, um den Mitgliedern die Chance zu geben, die Geschichte und Traditionen Salzburgs kennen zu lernen. Gemeinsam mit Michaela Muhr, einer Expertin zum Thema Salzburg, wurde die Besichtigungstour durch Salzburg vor der Dreifaltigkeitskirche gestartet. Der erste Weg führte durch das Königsgässchen in die Linzergasse. Der Name leitet sich von den „Königen der Nacht“ herbei. Dabei handelte es sich um Personen, die früher in der Nacht für die Entsorgung des Mülles und der Abfälle zuständig waren.

 

„Besonders interessant fand ich die Geschichte des ,Stierwäschers‘, die erstaunlicherweise nichts mit der Besetzung der Burg zu tun hatte, sondern durch einen Schlag auf den Kopf des zu schlachtenden Stieres eine Art Betäubung darstellte“, fasst Stefanie Hallinger, stellvertretende Ortsgruppenleiterin der Landjugend Enns-Pongau, zusammen. „Über dem Juweliergeschäft Nadler, unter dem Vordach, könnt ihr ein Gemälde sehen, das genau diese Geschichte zusammenfasst“, so Michaela Muhr.

 

Weiter ging es in die Steingasse. Jene Gasse, in welcher Josef Mohr aufwuchs. „Ihm verdanken wir das Lied Stille Nacht! heilige Nacht! Was viele nicht wissen ist, dass der Text des Liedes bereits zwei Jahre vor Entstehung der Melodie geschrieben wurde. 1816 schrieb Mohr das Gedicht über die Stille Nacht in Mariapfarr. Erst 1818 komponierte Franz Xaver Gruber die Melodie dazu“, so die Fremdenführerin. Ein nicht restauriertes Eck am Eingang der Steingasse fiel den aufmerksamen Blicken der TeilnehmerInnen auf. „Dahinter steckt eine nahezu unglaubliche Geschichte: Kurz nach dem Krieg soll ein amerikanischer Panzer versucht haben, sich den Weg durch die Steingasse freizumachen. Die Umrisse des Panzers sind bis heute erkennbar“, erzählt Michaela Muhr.

 


 

Nach einem Wechsel auf die andere Salzachseite führte der Weg durch den Adventmarkt im Sternbräu vorbei an vielen Ständen und ein paar mehr oder weniger furchteinflößenden Krampussen in die Getreidegasse. Die nächste Haltestelle fand am Balkan Grill statt. An diesem Platz wurde der beliebte „Bosna“ erfunden. Danach schlenderten die TeilnehmerInnen durch einige „Durchhäuser“, ein sehr bekanntes Merkmal der Stadt Salzburg. Im Schatz-Durchhaus bestaunten die TeilnehmerInnen zwei besonders kuriose Schaustücke: Eine Walrippe und ein toter Haifisch hängen dort an der Decke. Diese erinnern an den Handel in die fersten Länder.

 

Da Salzburg derzeit besonders in Zeichen des Advents steht, besuchten die TeilnehmerInnen die Weihnachtswunderwelt St. Peter. Fernab dem Touristenstrom erhalten die BesucherInnen im Stift St. Peter die Möglichkeit, sich in die besinnliche Weihnachtszeit einzustimmen. Der Abschluss fand am Christkindlmarkt bei einem wärmenden Punsch statt.

 


zurück
 
ISO certified LJ Balken
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.